Wenn man in Zukunft
die Highlights der Saison aufzählt, wird eine Veranstaltung
nicht fehlen: Norddeich!!
An was liegt das, dass ein Lager, was erst zum 2. Mal
stattgefunden hat, so eine Ausstrahlung für uns
und natürlich auch für die Besucher hat? Da
ist zum einen natürlich der wunderbare und einmalige
Platz auf der Mole, die netten und interessierten Besucher,
ein Veranstalter, der jederzeit für uns da ist
und die Gelegenheit mit vielen anderen zum Teil sehr
weitgereisten Wikis ein großes gemeinsames Dorf
zu bauen - wenn auch leider nur für diese wenigen
Tage.
Donnerstag:
4.00 Uhr klingelt der Wecker, 5.30 Abfahrt Richtung
Nordsee, gute Fahrt und als ich auf die Mole fahre,
werde ich schon freudig von meiner Sippe begrüßt
- was für ein Empfang! Neisti ist auch schon da
und hat die bestellte Eierkuchen-Pfanne mitgebracht
- sieht wie immer sehr gut aus und als GAG sitzt diesmal
ein Broiler drin (aus Kupfer)!
Erst mal haben wir noch überlegt, wie die Küche
am Besten steht, dann geht das Aufbauen recht schnell.
Am Nachmittag haben wir im Jachtclub gegessen (man gönnt
sich ja sonst nichts) und dann habe ich mit Rollo den
Großeinkauf gemacht. Diesmal hatte ich schon alles
vorbestellt, da hat es nicht so lange gedauert. Die
Sonne krachte den ganzen Tag und es war schön windstill
zum Aufbauen. Am Abend haben wir dann leckere Mettbrötchen
und Hühnerkeulen gegessen. Da sich rausstellte,
dass wir die 30er Marke bei den angemeldetet Essern
überschreiten werden, stellte uns Harm netterweise
seine Tische und Bänke zur Verfügung. So hatten
wir genug Platz zum Essen.
Freitag:
6.30 Uhr brannte das Feuer, dann sind wir schnell zum
Bäcker und zum Fleischer gefahren und halb 9 gabs
Frühstück - und gucke an - alles saß
schon und wartete auf die Brötchen - hab ich die
Bande doch langsam im Griff mit Aufstehen - lach!
Der Wind hatte leider kein Einsehen und pustete uns
den ganzen Tag fast weg, aber es war trocken - da sind
wir ja schon froh. Der Besucherandrang hielt sich in
Grenzen - wir erfuhren dann, dass am Samstag Belegungswechsel
ist, da ist natürlich klar, dass den Leuten nicht
wirklich nach einer Tagesveranstaltung ist, wenn sie
mit einem Fuß schon los sind.
Die Schmalzstullen gingen wie immer gut. Meine beiden
neuen Küchenhelfer - Bubi und Schnecke stellten
sich gut an und waren fleißig beim Holzmachen
und Schnippeln. Unsere Magd Maja kam mit dem Zug angereist
und sprang gleich voll ins Geschehen. Wir haben den
Sippentopf zweimal mit Kohltopf gefüllt, die Vegetarier
haben Grünkern-Puffer bekommen, die aber auch von
allen anderen mit verputzt wurden. Werde ich wieder
machen, kann man auch kalt als Näscherei hinstellen.
Die große Pfanne macht sich wirklich bezahlt.
Mein Sohn Clemens und Anne kamen am späten Nachmittag
und bauten auf. Nun war die Küchenmannschaft komplett
und ich habe schon mal den Plan für die beiden
kommenden Tage angesagt.
Am Nachmittag erhielt Matze seinen im Rahmen einer Zeremonie
seinen neuen Namen - Valgard, was so viel wie Hüter
oder Beschützer heißt. (Verbessert mich,
wenn es noch weitere Bedeutungen gibt!)
Sonnabend:
Die Sippe hing schon hungernd an der Tischkante als
wir vom Einkaufen kamen (8.30 Uhr!), denn wir mußten
auch noch Bier und einige andere Sachen kaufen. Es wurde
aber ein sehr schönes Frühstück und nachdem
Clemens den großen Topf gereinigt hatte, haben
wir mit dem Gulasch angefangen, der gut gelungen ist
und bis auf einen Rest wegging. Die Vegis haben Graupen
mit Gemüse bekommen, die leider nicht so wirklich
gelungen waren. Dafür haben wir aber mal wieder
Hirsebrei gemacht. Da es so viele Stände mit Essen
gab, haben wir nicht ganz so gut verkauft wie letztes
Jahr, aber dafür hatten wir mehr "gebuchte
Wikinger". Die Idee mit der Lagerküche setzt
sich immer mehr durch, da sie merken, dass sie günstiger
und einfacher nicht verpflegt werden können. Je
mehr Leute sind, desto besser rechnet es sich, aber
mehr als die 40 Wikis, die wir jetzt am Topf hatten,
ist bald nicht mehr zu machen, jedenfalls nicht ohne
meine vielen Helferlein
und das Equipment, dass die Sippe für mich bewegt.
Die 50 kg Gemüsezwiebeln haben wir so "nebenbei"
gepellt, denn abends gab es Fleischspieße (Schaschlik),
die wir gut in der Pfanne braten konnten. Alles klappte
gut, da alle Mägde und Knechte mitmachten. Am Nachmittag
wurde Rollo samt Familie offiziell in die Sippe aufgenommen
mit Zeremonie vor den Touris.
Halb 10 war alles fertig, einschließlich Abwasch!
Auf zur Party! Vom Nachtkampf haben wir leider nur das
Ende gesehen. Die Highlights sollten irgendwie angesagt
werden, damit man das nicht immer verpaßt. Denn
mit Uhren hatten wir es um 900 noch nicht so! Vielleicht
ein bestimmtes Hornsignal oder ein Pfeifen oder Trommeln.
Sonntag:
So sah es aus, als ich die Augen
aufgemacht habe!
Na das nenn ich doch mal einen Sonnentag! Viele Besucher
und tolle Stimmung den ganzen Tag. Ich habe es denn
auch endlich mal geschafft, aus der Küche zu kommen
und mir das Lager mal in Ruhe anzugucken. Mein Mitbringsel
wird diesmal eine Kette und ein Anhänger aus Silber,
die ich auf Arbeit tragen kann.
Die Zwiebeln haben wir morgens im Eiltempo vor Marktbeginn
geschnippelt und gleich in den Rest Gulasch gekippt
- war eine leckere Suppe!
Am Nachmittag war dann auch mein Probejahr in der Sippe
rum und ich wurde vom Jarl als Sippenmitglied willkommen
geheißen. Ich habe sogar meine Rede ohne Stottern
hingekriegt - und das vor allerhand anwesenden Touris.
Am Abend haben wir nach dem Abbauen rundrum noch gemütlich
am Feuer gesessen und kräftig Holz verbrannt, damit
wir es am Morgen nicht wegräumen mußten.
Montag:
Was für ein Glück, es war wieder sonnig und
warm zum Frühstück und zum anschließenden
Abbauen. Ich habe erst noch das ganze Leergut weggebracht
und dann losgelegt. Um 11 Uhr waren wir fertig, gegen
12.30 waren wir in Richtung Autobahn unterwegs. Wie
schade, schon wieder alles vorbei! Aber Harm hat uns
ja versprochen, dass es im nächsten Jahr wieder
stattfinden wird! Und alle freuen sich darauf!
Weitere Infos und Fotos unter
www.bernsteinring.de
und die Presse
danach
Schöne Schlachtfotos findet Ihr auch unter
www.herrnburger-wikinger.de |