| Getreidekunde | |
| Hier verwendete Links (versch. Quellen s. u.) | |
| Ich bin der Meinung, dass man im Netz nicht alles wiederholen muß, was es an anderer Stelle schon mal kompetent und umfänglich gibt. Deshalb verweise ich immer auf Links, die ich empfehlen kann, wenn man sich mit dem entsprechenden Thema weiter beschäftigen will. | |
| Woraus also machten unsere Vorfahren ihre Breie ... | |
| Breie gehörten zu den Grundnahrungsmitteln und bildeten einen wesentlichen Bestandteil der Nahrung. Im frühen Mittelalter baute man vor allem Roggen, Gerste und Hafer an, aber nur selten Weizen, der ein milderes Klima benötigt. Buchweizen wurde ebenfalls verwendet. | |
| Getreide zählen zu den ältesten Kulturpflanzen Europas. Bereits die Jungsteinzeitmenschen (3000 - 2500 v. Chr.) bauten verschiedene Getreide wie Hirse, Gerste, Dinkel- und Einkornsorten an. Während der 5000-jährigen Getreidewirtschaft auf unseren Äckern gelang es einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren, sich diese Anbauflächen als Lebensraum zu erschliessen. Im Laufe der Jahrhunderte bildete sich zwischen der Landwirtschaft und vielen wildlebenden Pflanzen und Tieren eine echte Symbiose heraus, d. h. die Erhaltung einer Reihe von Arten und Ökosystemen war eng an die Weiterführung (traditioneller) landwirtschaftlicher Tätigkeiten geknüpft, und die Landwirtschaft war Nutzniesserin der biologischen Vielfalt. | |
| Getreide ist seit Jahrtausenden
das wichtigste Nahrungsmittel des Menschen. Zwar veränderte
sich die Bedeutung der Getreidearten und ihre Verarbeitung immer
wieder. Doch das ganze, frisch gemahlene Korn und daraus zubereitete
Speisen verschwanden erst kürzlich fast völlig aus
der Küche - ersetzt durch Weißbrot und andere Backwaren
sowie polierten Reis. |
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Dinkel |
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| Dieses, aus den Urweizenarten Emmer und Einkorn hervorgegangene Getreide stellt sozusagen die Urform des heutigen Weizens dar. | |
| Der ackerbauliche Nachteil des Dinkels ist
sein niedriges Ertragsniveau, das auch durch Dünger nicht
gesteigert werden kann. Ernährungsphysiologisch hat Dinkel
aber mehr zu bieten als Weizen: Das Spektrum und die Menge der
essentiellen Aminosäuren ist im Dinkel viel höher
als im Weizen. Auch Mineralstoffe und Vitamine sind reichlich
vorhanden. Ungewöhnlich hoch ist auch die Menge der enthaltenen
Kieselsäure, der man eine Steigerung der intellektuellen
Leistungsfähigkeit nachsagt. Doch damit nicht genug. Auch
die Klebereiweiße die der Dinkel besitzt sind hochwertig,
so dass er sich ausgezeichnet zum Backen eignet. Da stellt sich
die Frage, warum der Weizen den Dinkel praktisch verdrängt
hat. Dies liegt neben dem geringen Ertrag des Dinkels, in der
Beschaffenheit des Kornes. Dinkel besitzt fest am Korn sitzende
Spelzen (Getreideschale), die auch durch normales Dreschen nicht
gelöst werden können. Hierzu wird ein spezieller Schälvorgang
benötigt, der sich bei den heutigen Preisniveau von Getreide
meist nicht lohnt. |
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| Grünkern | |
| Grünkern ist in "halbreifen" Zustand, zur sogenannten Teigreife, geernteter Dinkel. Die Körner werden gedarrt, wodurch ein charakteristisches, würzig-herzhaftes Aroma entsteht. Grünkern wird traditionell auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb angebaut. | |
| Die Stärke ist noch nicht
voll ausgebildet, d.h. die Körner sind noch saftig und
weich. Um die Körner hart und mahlfähig zu machen,
muss das Korn getrocknet werden. Dies erfolgte früher auf
durchlöcherten Eisenpfannen, unter denen ein Feuer brannte.
Heute geschieht dies auf automatischen Trocknungsanlagen. Durch
das sogenannte Darren werden die Körner hart und grünlich
(daher der Name) und der Grünkern bekommt sein einzigartiges
Aroma, das ihn etwas nussig schmecken lässt. Entstanden
ist diese Erntemethode wohl dadurch, dass der Dinkel aus Furcht
vor einer Missernte unreif geschnitten worden ist. Um das Korn
haltbar zu machen, wurde es dann eben gedarrt. |
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| Grünkern kann ganz, geschrotet oder gemahlen in vielerlei Variationen verwendet werden, so als Zutat zu Aufläufen, Bratlingen oder einfach als schmackhafte Beilage. | |
| weiters dazu | |
| Weizen | |
| Es gibt ihn in drei Grundformen: Einkorn, Emmer und Dinkel. Da es Weizen mit zwei-, drei- und sechsfachem Chromosomensatz gibt, besitzt er außerordentlich viele Variationsmöglichkeiten, die auch für die Herstellung der verschiedenen Gebäcke und Brote benötigt werden. So kann man nicht mit jedem Weizen ein Baguette backen, genauso wie sich auch ein Vollkornweizenbrot nicht mit jeder Weizensorte realisieren lässt, ganz zu schweigen von den Anforderungen, die an Weizen gestellt werden, wenn er zur Bierherstellung eingesetzt wird. | ![]() |
| Roggen | |
| Roggen ist ein relativ junges
Getreide. Er ist neben Weizen das wichtigste Brotgetreide und
wird vor allem zu Sauerteigbroten verarbeitet. Roggen enthält
viel von der essentielle Aminosäure Lysin, Calcium und
Fluor. Seine kräftige Natur stärkt die Verdauung.
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| Hafer | |
Hafer ist wiederum eine der jüngeren Arten. Er ist das eiweiß-, fett-, vitamin- und mineralstoffreichste Getreide und enthält am meisten essentielle Aminosäuren, Linolsäure, Calcium, Eisen, Vitamin B1 und E. Hafer hat den höchsten Nährwert und ist leicht verdaulich. Als bekannteste Heilpflanze unter den Getreiden hilft er bei Magen-Darm-Erkrankungen, senkt Bluthochdruck, Blutzucker und Cholesterinwert. Er gibt Kraft und erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit. Der Hafer (Avena sativa) stammt vermutlich vom wilden roten
Hafer aus Asien ab. Hafer wächst und gedeiht am Besten in kühlen, feuchten
Regionen. |
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| Buchweizen | |
Der Buchweizen ist kein Getreide,
sondern die Samen einer Knöterichpflanze. Der Buchweizen (Fagopyrum esculentum) irrtümlicherweise
als Getreide betrachtet, gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Zu den wichtigsten Anbauländer zählen heute Rußland
und Polen. |
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| Gerste | |
| Gerste gehört zu den ältesten
Kulturpflanzen. Beim Entspelzen von Spelzgerste wird der Keimling
zerstört. Dennoch wird überwiegend sie angebaut, vor
allem für die Bierherstellung. Nacktgerste, ohne Spelzen,
ist ein vollwertiges Nährmittel und vielfach verwendbar.
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| Hirse | |
Hirse ist neben der Gerste die älteste Getreideart. Sie ist besonders eiweißhaltig, besitzt viel Fett und Fluorid. Außergewöhnlich ist ihr hoher Gehalt an Kieselsäure, die positiv auf Haut, Haare und Nägel wirken soll. Hirse ist die Bezeichnung für verschiedene einjährige
Gräser, die sich dadurch auszeichen, daß sie auch
bei großer Trockenheit in den heißen Gebieten
der Erde wachsen. Von allen Getreidesorten hat sie die härtesten
und kleinsten Körner. Trotzdem braucht man sie nicht
einzuweichen und sie sind beim Kochen schnell gar und leicht
verdaulich. Sie werden als Brei gegessen oder, gemahlen, als
Brot und Fladen gebacken. In Afrika, Asien und Südeuropa
ist Hirse das wichtigste Brotgetreide überhaupt. Sie
enthält kein Klebeeiweiß, deshalb werden die Backwaren
nur flach. |
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| Quellen: | |
| www.inform24.de | |
| www.naturkost-web.de | |
| www.foodlexx.de | |
| Das Buch "Nutzpflanzen in Deutschland" von Udelgard Körber-Grohne | |